Vorbildliche Musterschule im Darmstädter Jugendstil

Als in Gau-Algesheim 1905 aufgrund steigender Schülerzahlen Überlegungen zu einem Schul-Neubau begannen, erwiesen die Stadtherren Weitsicht. Sie erwarben nicht nur ein großes Grundstück an der Stadtgrenze, sondern planten das neue Schulgebäude (heute: Christian-Erbach-Realschule plus Gau-Algesheim) auch sehr großzügig. Zudem konnten sie einen zukunftsweisenden Architekt beauftragen: Hans Baptist Becker. (mehr …)
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Die gelbe Schafsnase blinkt in der Sonne. Alte Obstsorten kehren zurück!

Gelbe Schafsnase, Kanadarenette, Kaiser Wilhelm, Hausmütterchen, Geheimrat Dr. Oldenburg – so heißen einige Apfelsorten, die einst in unserer Region angebaut wurde. Mehr als 30 Sorten birgt allein das historische Apfelsortiment, das der Ingelheimer "Arbeitskreis Alte Obstsorten“ zusammengetragen hat – und wieder heimisch machen will. „Unsere alten Sorten sind kulturelle Erzeugnisse“, weiß Dr. Jörg Schmidt. Der Vorsitzende des Arbeitskreises erinnert zur Eröffnung der Ausstellung „Alte Obstsorten in Rheinhessen – vergessene Vielfalt“ in der Ingelheimer Rathausgalerie an die unzähligen Obstfelder, die bis ins vergangene Jahrhundert Ingelheim umgaben. (mehr …)
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Stolpersteine erinnern an Opfer der NS-Zeit

An mehr als 1200 Orten hat Gunther Demnig bisher Stolpersteine verlegt. Damit leistet der Kölner Künstler einen Beitrag dazu, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten. Auch in Gau-Algesheim hat er bereits Gedenksteine verlegt, die an Menschen erinnern, die wegen ihres Glaubens deportiert und ermordet wurden. Nun kommen weitere Steine dazu. Vier Messingplatten rufen das Schicksal der Familie Möbius in Erinnerung. Sie liegen vor dem Eingang der Laurenzikirche, in deren Innern sich seit 1986 eine Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus befindet, und wo auch der Familie Möbius ein Platz gewidmet ist. (mehr …)
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Napoleonsturm erinnert an Telegrafenlinie Metz – Mainz

In Zeiten von Smartphones und nahezu umfassender Digitalisierung kommt einem ein Rückblick auf die Anfänge modernder Übertragungstechniken vielleicht antiquiert vor, kann aber auch schon staunen machen. Wie wäre es damit: Im Jahre 1794 wurde eine Nachricht von Lille nach Paris in nur zwei Minuten übermittelt. Wie das? Nun, mit Hilfe der optisch-mechanischen Telegrafie konnte man schon Ende des 18. Jahrhunderts eine Strecke von 225 Kilometern in nur so kurzer Zeit überwinden. (mehr …)
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Letzter Zeuge eines einfachen und harten Daseins – das Fischerhaus in Frei-Weinheim

Es fällt einem sofort ins Auge, das kleine Fischerhaus in der Schubertstraße. Im Schatten der Gustav-Adolf-Kirche hielt es viele Jahre einen Dornröschenschlaf, bis es von der Initiative Frei-Weinheim (IFW) wieder zum Leben erweckt wurde. Am 1. September 2016 wurde das einstige Fischerhaus als kleines Museum eingeweiht und mit neuen Leben gefüllt. Es dokumentiert das Leben der einfachen Menschen – und birgt letzten Zeugnisse alter Fischertradition in Frei-Weinheim. (mehr …)
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Internationale Tage bringen seit 57 Jahren große Kunst nach Ingelheim

Die Internationalen Tage öffneten am 17. Juni bereits zum 57. Mal ihre Pforten. Blickt man auf 57 Jahre Internationale Tage, blickt man auch auf die Geschichte eines über Jahrzehnte wirkenden Kulturengagement, das von dem Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim traditionsbewusst fortgeführt wird. Viele Werke großer Künstler haben in diesem Zeitraum Ingelheim schon besucht. Goya, Dürer, Picasso, Beckmann, Toulouse-Lautrec, Miro, Warhol, Manet, Klee - sie alle wurden in Ingelheim in kleinen, aber feinen Ausstellungen präsentiert. (mehr …)
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Der Kampf um die Pumphose: Die Anfänge des Frauenturnens in Rheinhessen

Frauen und Sport – heute eine Selbstverständlichkeit! Doch die ersten Turnerinnen hatten es unglaublich schwer. Sie mussten sich die Aufnahme in die örtlichen Turnvereinen schwer erkämpfen. In Rheinhessen war die Mainzer Turngesellschaft 1860 der Vorreiter. Ende des 19. Jahrhunderts fanden sich dort die ersten turnbegeisterten Frauen in ihren Reihen. Im Mainzer Turnverein von 1817 konnten Frauen im Jahre 1894 die Gründung einer Damen-Turnabteilung durchsetzen – und 1904 wurde in Mainz ein eigener Damen-Turn- und Sportclub und der Leitung von Emilie Meyer-Zeiss und Emma Nägeli aus der Taufe gehoben. (mehr …)
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Barockes Feldkreuz blickt über Gau-Algesheim

Wer über den Kreuzweg in das Naturschutzgebiet „Gau-Algesheimer Kopf" wandert, trifft auf ein barockes Feldkreuz, dass bereits 1347 als das „Steinern Kreuz bei dem Bergweg" Erwähnung findet. Ein Abguss des Original-Korpus, im Jahre 2010 dem Feldkreuz „Im Hippel“ wieder geschenkt, lässt die Spaziergänger verweilen. (mehr …)
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